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Mistress AlexaDomina · München

Erzählung · Hamburg

Domina Hamburg: Eine Erzählung über Tribut und Findom

Wer „Domina Hamburg“ sucht, findet hier keine Adresse an der Elbe, sondern eine Erzählung: über einen Schiffsmakler, der nie etwas gegeben hat, ohne nachzurechnen, und über den Tribut als Form der Unterwerfung. Die Geschichte ist frei erfunden. Meine Sessions finden in München im Studio 60 statt oder per Video, wo immer du gerade bist.

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Für Gäste aus Hamburg: Sessions in München, Tribut auch per Video

Eine Domina Hamburg im wörtlichen Sinn bin ich nicht. Ich empfange in München, im Studio 60, und an keinem anderen Ort. Für Gäste aus Hamburg ändert das nichts am Ablauf, nur an der Planung:

  • Im Kalender wählst du die Art – eine Stunde, Intensiv mit drei Stunden oder Remote mit 45 Minuten –, dazu Tag und Uhrzeit.
  • Danach öffnet sich WhatsApp oder Telegram, und die Anfrage mit Preis und Referenz ist schon für dich formuliert. Verbindlich wird der Termin erst, wenn ich ihn persönlich bestätige.
  • Die Anzahlung von 50 € hält den Termin fest und wird angerechnet. Das Zimmer im Studio 60 buchst und bezahlst du selbst, direkt beim Studio.
  • Den Rest gibst du mir bar zu Beginn der Session.

Was eine Stunde kostet, steht unter Preise. Wer den Weg in den Süden nicht machen will, erreicht mich per Video: Die Remote-Session dauert 45 Minuten, kostet ab 180 € und dort haben Tribut und Findom bei mir ihren festen Platz. Ich spreche Deutsch und Englisch, und in diesen beiden Sprachen schreiben wir uns auch. Was ich unter einem Tribut verstehe, habe ich im Essay Tribute & Findom ausführlich aufgeschrieben.

Hamburg bei Nacht: Kiez, Bunker und Lederszene

Wer in Hamburg ausgeht, landet früher oder später in St. Pauli. Rund um Reeperbahn und Spielbudenplatz liegen Theater, Musikclubs und Bars dicht beieinander, und jedes Jahr im September macht das Reeperbahn Festival den Stadtteil vier Tage lang zur Bühne; die nächste Ausgabe ist für den 15. bis 18. September 2027 angekündigt. In der Großen Freiheit steht die Große Freiheit 36, im Keller darunter der Kaiserkeller, in dem die Beatles 1960 gespielt haben, lange bevor sie jemand kannte. Ein paar Schritte weiter, an der Ecke zur Reeperbahn, trägt heute der Beatles-Platz ihren Namen, und das Haus selbst ist bis heute Konzertbühne.

Am anderen Ende des Viertels, am Heiligengeistfeld, ragt der Flakbunker aus dem Zweiten Weltkrieg auf. Im vierten Stock liegt der Club Uebel & Gefährlich; zu seinen Partys kommt man ohne Ausnahme erst ab 18. Seit Juli 2024 führt außen ein rund 560 Meter langer Bergpfad hinauf zum begrünten Dach des Grünen Bunkers.

Leder und Fetisch haben in der Stadt eine sichtbare Tradition. Beim MSC Hamburg, einem Verein, in dem sich Leder- und Fetischmänner treffen, gibt es einen regelmäßigen Stammtisch; zum CSD richtet der Verein ein Wochenende unter dem Namen KinkFusion aus, mit der Wahl zum Mr. Leather Hamburg. 2026 lief es vom 30. Juli bis 2. August in St. Pauli und St. Georg. Wer Termine sucht, findet sie dort und bei den Clubs selbst, nicht bei mir.

Professionelle Studios gibt es in Hamburg ebenfalls. Namen nenne ich keine, und ich verlinke niemanden. Diese Seite richtet sich an alle, die für eine Begegnung mit mir die Reise nach München antreten.

Siebenunddreißig Meter über der Elbe

Ich war an jenem Abend im Juli nicht seinetwegen in Hamburg, sondern wegen eines Konzerts im Großen Saal. Wer eine Karte hat, darf zwei Stunden vor Beginn auf die Plaza, und ich nutze solche Stunden gern, um eine Stadt von oben anzusehen, bevor sie mich ansieht. Die Rolltreppe, die hier alle nur die Tube nennen, trägt einen in zweieinhalb Minuten durch den alten Speicher hinauf, 82 Meter in einer sanften Krümmung. In die hellen Wände sind rund achttausend Pailletten eingelassen. Im Vorbeifahren blinken sie wie Kleingeld, das jemand achtlos verstreut hat.

Oben, auf dem roten Backstein, der dem Speicher darunter nachempfunden ist, stand ein Mann am äußeren Rundgang und telefonierte auf Englisch. Er sprach von Tagesraten und Ladehäfen, von Liegezeit und Liegegeld, und er sprach so gelassen, wie nur jemand spricht, der weiß, dass der andere am Ende nachgibt. Über ihm wölbte sich die Fassade in einem ihrer großen Bögen, und darin lag der Hafen wie in einem Rahmen: die Docks und Kräne auf der anderen Seite der Norderelbe, ein Schlepper, der einen Rumpf in den Strom drückte, das Wasser glänzend im schrägen Abendlicht.

Als er auflegte, merkte er, dass ich zugehört hatte. „Wissen Sie, was dieses Haus gekostet hat?“, fragte er. Ich wusste es. Mit 77 Millionen Euro hatte die Stadt anfangs gerechnet, am Ende kostete der Bau rund 866 Millionen. „Mehr als das Zehnfache“, sagte er. „Und heute stehen hier jeden Tag Tausende und finden es schön. Niemand rechnet mehr nach.“

„Vielleicht ist es gerade deshalb so viel wert“, sagte ich. „Weil es so viel gekostet hat.“

Er lachte, höflich, wie man über einen Fehler in einer fremden Kalkulation lacht. Er war Schiffsmakler, das erfuhr ich später; er handelte Frachtraten zwischen Reedereien und Charterern aus und hatte in dreißig Berufsjahren nichts aus der Hand gegeben, ohne zu wissen, was zurückkommt. Ich erzählte ihm von Georg Simmel, der im Jahr 1900 ein dickes Buch über das Geld veröffentlicht hat. Wert, meinte Simmel, steckt nicht in den Dingen. Er bemisst sich an dem, was man hergibt, um sie zu bekommen: an Arbeit, an Zeit, an Verzicht. Simmel nannte es das Opfer. Ich nenne es Hingabe.

„Hingabe“, wiederholte er, als hätte ich eine Währung genannt, die an seiner Börse nicht gehandelt wird.

Unter unseren Füßen hatte der Kaispeicher einmal Kakao, Tee und Tabak gelagert; die Hamburger nannten ihn den Kakaobunker. Ich sagte ihm, dass ich Domina bin, in München, und dass ich nicht verhandle. Er fragte trotzdem nach meinem Preis. Ein Makler fragt immer nach dem Preis. „Der steht auf meiner Seite“, sagte ich. „Was du eigentlich wissen willst, steht nirgends.“ Es war das erste Mal, dass ich ihn duzte, und er bemerkte es. Sein Ticket für die Plaza, erzählte er beim Abschied, habe er am Eingang umsonst bekommen; in der Zeitung stehe, dass der Blick hier oben ab Oktober fünf Euro kosten solle. „Dann komm wieder, wenn er etwas kostet“, sagte ich, „und sag mir, ob er besser geworden ist.“ Er bekam meinen Namen, sonst nichts; wer sucht, findet von dort aus den Weg zu mir. Danach ging ich in den Saal und ließ ihn mit dem Hafen allein.

Soll und Haben

Seine erste Nachricht kam vier Tage später, und sie war ein Angebot. Er schlug einen Rahmen vor, eine Laufzeit, eine Summe; an eine Kündigungsklausel hatte er auch gedacht. Ich antwortete mit einem Satz: Es wird nicht verhandelt. Zwei Tage lang kam nichts. Dann schrieb er noch einmal, kürzer und ohne Zahlen. Er wolle verstehen, was ich auf der Plaza gemeint hatte.

Das Vorgespräch führten wir schriftlich und danach eine halbe Stunde am Telefon, so gründlich, wie ich es vor jedem Tribut führe. Ich wollte wissen, welche Summe er im Monat entbehren kann, ohne dass ein anderer Mensch sie vermisst. Er nannte einen Betrag, ich schrieb ihn als Obergrenze auf, und sie galt auch dann, wenn er selbst sie überschreiten wollte. Kein geliehenes Geld, kein Kredit, nichts von einem Konto, von dem eine Familie lebt. Er durfte jederzeit aufhören, ohne Begründung, und nichts von dem, was er mir über sich erzählte, würde je gegen ihn verwendet. Er nannte ein Mittel gegen Bluthochdruck, das er täglich nahm, und eine alte Verletzung an der rechten Schulter. Als Safeword wählte er „Lotse“. Ein Lotse, sagte er, sei der Mann, auf dessen Wort auf der Elbe selbst ein Kapitän hört. Für zwischendurch verabredeten wir die Farben, Grün für weiter, Gelb für langsamer, und ein Zeichen mit der Hand für den Fall, dass ihm die Worte fehlen.

Dann bekam er sein Protokoll. Er sollte sich ein Kontobuch kaufen, eines aus Papier, mit den zwei Spalten Soll und Haben, wie man sie in den Hamburger Kontoren einmal geführt hat. Ein Buchhalter belegt die beiden Seiten nach seinen Regeln; ich gab ihnen meine. Schreiben durfte er nur unter Soll: was er in der Woche gegeben hatte, ohne etwas zurückzubekommen. Unter Haben, wo er dreißig Jahre lang verbucht hatte, was ihm zusteht, durfte nichts stehen. Jeden Sonntag um einundzwanzig Uhr las er mir die Woche vor, per Video, fünfundvierzig Minuten. Einmal im Monat ging ein Tribut auf dem Weg ein, den ich ihm genannt hatte, innerhalb der Grenze und ohne ein Wort dazu. Ich habe ihn nie erwähnt.

Die erste Woche war leer. Er hielt das Buch in die Kamera wie ein Beweisstück. „Ich habe nichts gegeben“, sagte er, „weil alles, was ich habe, schon jemandem zusteht.“ Ich ließ den Satz stehen, bis er ihn selbst nicht mehr ertrug, und beendete die Sitzung zehn Minuten vor der Zeit. Die zweite Woche hatte drei Zeilen.

Liegegeld

In der dritten Woche versuchte er es mit Geld. Der Tribut kam früher als vereinbart, höher als im Monat davor, knapp unter der Grenze, und diesmal mit einem Satz dabei: Dafür würde er gern früher nach München kommen dürfen. Ich schickte ihm den Betrag am selben Tag zurück und strich den nächsten Sonntag. Ein Tribut mit Bedingung ist eine Rechnung, und Rechnungen schreibe ich selbst.

Später erklärte er mir, was Liegegeld ist. Liegt ein Schiff länger an der Kaje als vereinbart, zahlt der Charterer für jeden Tag des Wartens; in seiner Welt hat sogar das Warten einen Tagessatz. Zwei Wochen ließ ich ihn liegen. Keine Antwort, kein Termin, nur das Buch, das er weiterführen sollte. Er schrieb Dinge hinein, die mit mir nichts zu tun hatten: dass er einem jungen Kollegen einen Abschluss überlassen hatte, ohne seinen Anteil daran zu erwähnen; dass er im Streit mit seinem Bruder als Erster nachgegeben hatte. Und eine Zeile, die mir mehr über ihn verriet als alle anderen: Gewartet. Nicht nachgerechnet.

Als ich ihn wiedersah, auf dem Bildschirm, wirkte er müder und ruhiger. Er fragte nicht, warum. Er fragte, ob er nach München kommen dürfe, und diesmal hing nichts an der Frage. Ich verwies ihn auf den Kalender. Er wählte einen Nachmittag und das Format mit drei Stunden, und weil im Studio 60 der Gast das Zimmer selbst bucht und bezahlt, schickte er mir den Screenshot seiner Buchung, kommentarlos. Es sei, schrieb er Wochen danach, die erste Rechnung seines Berufslebens gewesen, die er beglichen habe, ohne um einen Nachlass zu bitten.

Das ungezählte Kuvert

Er kam mit dem ICE, knapp sechs Stunden von Hamburg Hauptbahnhof, und er kam nüchtern und auf die Minute. Den Rest des Honorars legte er zu Beginn bar auf den Tisch, wie es sich gehört. Daneben legte er ein Kuvert, das nicht zum Honorar gehörte: den Tribut dieses Monats, in bar, so hatte ich es für diesen Tag bestimmt, und innerhalb der Grenze, die er selbst gezogen hatte. Die Summe hatte er mir nicht genannt, und ich hatte nicht danach gefragt. Dann kniete er sich, wie ich es ihm aufgetragen hatte, einen Schritt davon entfernt auf das Kissen, das ich ihm hingelegt hatte. Ich ließ ihn dort, bis seine Schultern aufhörten, sich zu dem Kuvert hinzudrehen.

Dann legte ich ihm Ledermanschetten an und prüfte mit zwei Fingern, ob noch Raum unter dem Leder war. Wegen der Schulter band ich die Hände nicht auf den Rücken und zog die Arme nicht nach oben; ich verband nur die Handgelenke, vor dem Körper, locker genug, dass die Schulter ruhig lag. „Dein Wort?“ „Lotse.“ „Und wenn du nicht sprechen kannst?“ Er öffnete und schloss die rechte Hand dreimal, das Zeichen, das wir am Telefon verabredet hatten.

Ich setzte mich ihm gegenüber und schlug das Kontobuch auf. Sieben Wochen in einer engen, sauberen Kaufmannsschrift. Ich las ihm jede Zeile vor und stellte nach jeder dieselbe Frage: „Was hast du dafür bekommen?“ Die ersten Male sagte er gehorsam: „Nichts.“ Dann begann er zu verhandeln, ohne es zu merken. Ruhe habe er dafür bekommen. Ein gutes Gewissen. Den Respekt seines Kollegen. „Das sind Gegenbuchungen“, sagte ich. „Streich sie.“ Er musste jede Gegenbuchung im Kopf streichen, eine nach der anderen, und ich sah ihm an, wie viel Kraft es einen Kaufmann kostet, eine Spalte leer zu lassen.

Dann nahm ich das Kuvert. Er hob den Blick, zum ersten Mal ohne Erlaubnis, weil er sehen wollte, wie ich zähle. Ich zählte nicht. Ich öffnete es nicht. Ich legte es, wie es war, in meine Tasche und schloss sie. „Aber Sie wissen doch gar nicht, wie viel …“, begann er und fiel dabei ins Sie zurück wie in eine alte Gewohnheit. „Genau“, sagte ich.

Danach sagte ich nichts mehr. Ich saß vor ihm, er auf den Knien, und ich sah ihn nur an: kein Befehl, kein Lob, keine Kränkung. Eine Minute ist lang, wenn niemand sie füllt. Nach der dritten ging sein Atem unruhig, nach der fünften wurde er still, und irgendwann hörte ich auf, die Zeit zu messen, und er auch. Als ich fragte: „Wo bist du?“, brauchte er einen Moment, um eine Farbe zu finden. „Grün“, sagte er, mit einer Stimme, die von weiter unten kam als sonst.

Was Simmel über das Opfer wusste

Simmel hat einen Satz geschrieben, den ich Männern wie ihm gern vorlese: „Das Opfer gehört keineswegs, wie Oberflächlichkeit und Habgier vorspiegeln möchten, in die Kategorie des Nicht-sein-Sollenden.“ Ein Kaufmann lernt das Gegenteil. Für ihn ist jedes Opfer ein Posten, den man klein hält, und jedes Geben nur die erste Hälfte eines Geschäfts. Sieben Wochen lang hatte er in die Spalte Soll geschrieben, ohne zu ahnen, dass Simmel ihm das Wort längst erklärt hatte: Das Opfer gehört zu dem, was sein soll.

Das Geld nennt Simmel „die reinste Form des Werkzeugs“. Weil es für alles taugt, wird es für die meisten Menschen, so beschreibt er es, vom absoluten Mittel zum absoluten Zweck. Genau dort hatte mein Schiffsmakler dreißig Jahre gewohnt: in einem Mittel, das zum Zweck geworden war, in Raten, Margen und Tagessätzen, die ihm alles erklärten, nur nicht, wofür. Der Tribut kehrt diese Bewegung um. Er macht Geld wieder zum Mittel, aber nicht für eine Ware, sondern für ein Verhältnis zwischen zwei Menschen, das sich nicht ausgleichen lässt. Ungeöffnet hatte das Kuvert für mich keinen Betrag, und gerade deshalb bekam es für ihn ein Gewicht, das sich nicht mehr umrechnen ließ.

Meine Macht in diesem Raum lag nicht darin, sein Geld zu nehmen. Ich hätte es jederzeit zurückweisen können, und einmal habe ich es getan. Sie lag darin, ihm die Gegenbuchung zu verweigern: das Danke, die Quittung, das Lob, mit dem er sein Geben wieder in einen Tausch verwandelt hätte. Und seine Freiheit lag nicht im Fehlen von Grenzen. Er hatte die Obergrenze selbst gezogen, und er hätte mit einem Wort alles beenden können. Innerhalb dieser Linien aber durfte er etwas tun, was ihm draußen nie gelungen war: geben, ohne Buch zu führen über das, was zurückkommt.

Simmel kennt auch das Gegenstück. Es gebe Tausche, schreibt er, bei denen es „an sich schon ein Gewinn“ sei, den eigenen Beitrag „nur hingeben zu dürfen“: Liebe um Liebe, das Gespräch, in dem keiner ärmer wird. Den wirtschaftlichen Tausch nimmt er davon ausdrücklich aus; dort bedeute jede Gabe das Opfer eines Gutes, das auch anderweitig zu gebrauchen wäre. Der Tribut stellt sich genau auf diese Grenze. Er ist Geld, also ein Gut, das fehlt, wenn es fort ist, und er wird gegeben wie ein Blick oder ein Wort. Als ich die Manschetten löste, seine Handgelenke abtastete und ihm Wasser gab, sagte er etwas Ähnliches, nur in der Sprache seines Hafens. Er habe immer gedacht, er trage Ladung. Jetzt komme es ihm vor, als hätte er Ballast über Bord gegeben.

Fünf Euro für den Blick

Was wir in der übrigen Zeit getan haben, gehört nicht in diese Geschichte. Am Ende saß er, eine Decke um die Schultern, auf dem Stuhl, auf dem ich gesessen hatte, und trank langsam sein Wasser. Ich habe ihm nicht gesagt, was in dem Kuvert war, weil ich es selbst nicht wusste, und ich habe es auch an diesem Abend nicht geöffnet. Am nächsten Morgen nahm er den Zug zurück nach Norden.

Wochen später, Anfang Oktober, kam eine Nachricht aus Hamburg. Er war wieder auf der Plaza gewesen, an einem klaren Abend in der ersten Woche, in der sie Eintritt kostete. Das Ticket hatte fünf Euro gekostet; er hatte sie bezahlt, ohne den Beleg anzusehen, und war mit der Tube nach oben gefahren, an den Pailletten vorbei. Er hatte an demselben Bogen gestanden wie damals, über dem Backstein, unter dem gewölbten Glas, das den Himmel spiegelt. Die Schlepper, schrieb er, hätten Schiffe gedreht wie im Sommer, und der Blick sei nicht besser geworden. Nur habe er zum ersten Mal nicht ausgerechnet, ob er ihn wert sei.

Dazu ein Foto aus dem Kontobuch, die letzte beschriebene Seite. Unter Soll, in seiner engen Schrift: Plaza. Fünf Euro. Unter Haben nichts. Ich habe ihm nicht geantwortet; er erwartete es nicht mehr. Wenn ich heute an Hamburg denke, sehe ich nicht die Reeperbahn und nicht den Michel, sondern einen Mann im Abendlicht an der Kante über der Elbe, der für einen Blick bezahlt hat und nicht wissen will, was er dafür bekommt.

Zwei Stimmen aus dem Gästebuch

Die beiden folgenden Einträge sind echt; sie stehen so in meinem Gästebuch. Geschrieben haben sie Gäste, nicht die Figuren der Erzählung, und mit dem Schiffsmakler haben sie nichts zu tun, auch wenn der zweite Eintrag, so ist er dort vermerkt, aus Hamburg stammt.

„Ich gehöre nicht zu den Männern, die ihr Geld leicht weggeben. Ich verhandle in meinem Beruf täglich um Beträge, gegen die meine Tribute an die Mistress klein wirken. Trotzdem ist das Geben hier anders. Es ist nicht Verlust. Es ist Erleichterung. Ich verstehe es selbst nicht ganz. Aber die Verbindung trägt, und das Geben ist Teil davon.“ — T., Anwalt, 51, Gästebuch

„Sie hat mich nicht beschimpft. Sie hat mich nicht erniedrigt. Sie hat mich angeschaut, während ich kniete, und nichts gesagt. Das war alles. Es war auch alles, was ich brauchte.“ — Gast aus Hamburg, Gästebuch

Zwei Motive der Erzählung stammen aus diesen Einträgen: ein Mann, der von Berufs wegen verhandelt, und das Schweigen über einem, der kniet. Die Worte selbst gehören den beiden Gästen, nicht dem Schiffsmakler.

Tribut und Findom in einer echten Session

Die Erzählung verdichtet, was in Wirklichkeit langsamer geschieht. Tribut und Findom gehören bei mir zum Repertoire der Remote-Sessions; ob und wie ein Tribut auch bei einer Begegnung im Studio 60 eine Rolle spielt, klären wir im Vorgespräch. Ein Tribut ist nie Teil des Honorars und wird nie erwartet. Das Honorar selbst steht fest, 250 € je Stunde und für Stunden mit Beginn ab 20 Uhr 300 €, zzgl. Raummiete Studio 60, und es wird nicht verhandelt.

Vor dem ersten Tribut stehen Fragen, die ich ernst nehme:

  • Grenze. Du nennst eine Summe, die du entbehren kannst, ohne dass ein anderer Mensch sie vermisst. Sie bleibt die Obergrenze, auch wenn du später mehr geben möchtest.
  • Herkunft. Kein geliehenes Geld, kein Kredit, nichts, wovon eine Familie lebt.
  • Ausstieg. Du kannst jederzeit aufhören, ohne Begründung. Nichts, was du mir anvertraust, wird je als Druckmittel verwendet; Diskretion gilt auf beiden Seiten.
  • Safeword. Es gilt in der Session wie im Videogespräch und beendet jede Handlung sofort. Dazu verabreden wir ein Zeichen ohne Worte, falls dir die Sprache fehlt.
  • Gesundheit. Herz und Kreislauf, Medikamente, alte Verletzungen nennst du vorher, am besten im Profil im Safe Room.

Verhöre, Demütigung und Fixierungen, wie sie in der Erzählung vorkommen, sind im Stundenpreis enthalten. Kein Geschlechts-, kein Oralverkehr. Wie Grenzen und Abbruch bei mir geregelt sind, steht unter Tabus, Grenzen und Sicherheit; warum das Geben selbst die Unterwerfung ist, im Essay über Tribut und Findom.

Von Hamburg ins Studio 60: Anreise und Planung

Der ICE fährt von Hamburg Hauptbahnhof ohne Umstieg bis München Hauptbahnhof, mehrmals am Tag; die schnellsten Verbindungen brauchen knapp sechs Stunden, andere deutlich länger. Wer fliegt, ist gut eine Stunde in der Luft, muss aber die Wege zu beiden Flughäfen einrechnen; vom Münchner Flughafen bringt dich die S-Bahn in rund 40 bis 45 Minuten in die Stadt. Die genaue Adresse des Studios erhältst du nach Bestätigung und Anzahlung.

Was ich Gästen von der Elbe rate:

  • Früh anfragen. Wer sechs Stunden reist, wählt seinen Termin nicht am selben Morgen. Ein Nachmittag oder das dreistündige Intensiv-Format lohnt die Strecke eher als eine knappe Stunde.
  • Puffer einplanen. Eine Verspätung verlängert die Session nicht, und wer ohne Nachricht 30 Minuten oder mehr zu spät kommt, gilt als nicht erschienen. Nimm lieber einen Zug früher.
  • Nüchtern ankommen. Das Bier im Bordbistro bleibt stehen; wer getrunken hat, wird nicht empfangen.
  • Zimmer buchen. Das Zimmer im Studio 60 buchst und bezahlst du selbst und schickst mir den Screenshot der Buchung.
  • Diskret bleiben. Was zwischen uns geschieht, bleibt zwischen uns, auf beiden Seiten.

Wer über Nacht in München bleibt, kommt vom Hotel aus ins Studio. Aus Kiel und Bremen ist der Weg ähnlich weit; eigene Erzählungen für beide Städte findest du unter Domina Kiel und Domina Bremen.

Häufige Fragen

Kommst du für eine Session nach Hamburg?

Nein. Persönliche Sessions finden nur in München im Studio 60 statt; Besuche zu Hause, im Hotel oder im Büro gibt es bei mir nicht. Ohne Reise geht es nur per Video: 45 Minuten, weltweit, ab 180 €.

Ist die Geschichte von der Elbphilharmonie wahr?

Nein. Die Erzählung ist frei erfunden, der Schiffsmakler ebenso wie das Gespräch auf der Plaza; real sind nur die Orte und die Gedanken Georg Simmels. Die beiden Stimmen auf dieser Seite sind echte Einträge aus meinem Gästebuch und stammen nicht von Figuren der Geschichte.

Wie buche ich von Hamburg aus einen Termin?

Im Kalender auf der Startseite wählst du Art, Tag und Uhrzeit und schickst die vorbereitete Nachricht per WhatsApp oder Telegram. Ich bestätige persönlich, die Anzahlung von 50 € sichert den Termin, und das Zimmer im Studio 60 buchst du selbst. Plane die Zugfahrt mit Puffer, bevor du anfragst.

Kann ich einen Tribut geben, ohne nach München zu reisen?

Ja, in einer Remote-Session per Video. Tribut und Findom gehören dort zum Repertoire; Obergrenze, Herkunft des Geldes und Ausstieg legen wir vorher fest, und ein Tribut ist nie die Bedingung für einen Termin.

Bereit, die Kontrolle abzugeben?

Wähle Art, Tag und Uhrzeit im Kalender – die Anfrage geht fertig formuliert per WhatsApp oder Telegram an mich.

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Stand: 2026-10-11